'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    18.Kalenderwoche: 29. April
BaustellenDVG-UmleitungBahn-VRR


Dienstag, 30. April 2024 - Walpurgisnacht - Tag der gewaltfreien Erziehung

Erhebliche Verkehrsbeschränkungen am Sonntag, 5. Mai, ab 6:30 bis 14:30 Uhr
Sperrungen in fünf Stadtbezirken für den 41. Rhein-Ruhr-Marathon
Aufgrund des 41. Rhein-Ruhr-Marathons kommt es am kommenden Sonntag, 5. Mai 2024, zu erheblichen Verkehrsbeschränkungen in weiten Teilen des Stadtgebiets. Von frühmorgens an haben Läuferinnen und Läufer absolute Vorfahrt. Die letzten Straßensperren (im Bereich Wedau) werden um 14:30 Uhr aufgehoben. Betroffen sind das gesamte Streckengebiet des RheinRuhr-Marathons sowie des Rhein-Ruhr-Halb-Marathons.


Über Schleichwege für Autofahrer informiert die Webseite www.rhein-ruhrmarathon.de. Alle Punkte in Duisburg sind erreichbar. Allerdings müssen Autofahrerinnen und Autofahrer Umwege oder Wartezeiten in Kauf nehmen. Der Stadtsportbund hat eine Bürgerinformation mit der Laufstrecke und möglichen Umgehungen herausgegeben: https://www.rhein-ruhrmarathon.de/images/stories/dokumente/2024_bürgerinfo_ansicht.pdf


Zusätzlich hilft die HOTLINE des veranstaltenden Stadtsportbunds am Freitag und am Samstag von 9:00 bis 16:00 Uhr und am Marathonsonntag von 8:00 bis 13:00 Uhr unter der Rufnummer 0203 3000-825. Der Linienverkehr der DVG wird nach einem Sonderfahrplan am Sonntag umgeleitet.
Informationen dazu gibt es auch der Webseite: dvg-duisburg.de.



Kruppstraße im Sportpark Duisburg bereits ab 6:30 Uhr gesperrt
Auf der Kruppstraße im Sportpark Duisburg geht am Sonntag ab 6.30 Uhr nichts mehr. Dort ist der Start für die Rennen. Der komplette Laufweg über 42,195 Kilometer für den Marathon sowie 21,1 Kilometer für den Halbmarathon ist spätestens ab 7 Uhr nicht mehr befahrbar. Betroffen von der „Läufer-haben-Vorfahrt-Regelung“ sind die Stadtbezirke Mitte, Meiderich, Ruhrort/Homberg, Rheinhausen sowie Süd. Die Sperrungen werden jeweils aufgehoben, sobald die letzte Läuferin oder der letzte Läufer den Abschnitt passiert hat. Im Bereich Innenstadt wird das ab 10 Uhr sein.


In Meiderich gegen 11 Uhr, in Ruhrort 11:30 Uhr, Homberg 12 Uhr, Rheinhausen 12:30 Uhr, Hochfeld/Wanheimerort ab 13 Uhr, Buchholz/Großenbaum 14 Uhr und Wedau 14:30 Uhr. Parkende Autos auf der Strecke werden abgeschleppt Autos, die im Bereich der Halteverbotszonen auf der Strecke des Rhein-Ruhr-Marathons abgestellten sind, werden abgeschleppt. Auch hier gilt: Die Sicherheit der Läuferinnen und Läufer hat Vorrang.


Der veranstaltende Stadtsportbund Duisburg folgt damit den Auflagen der Ordnungsbehörden. Die Gastgeber bitten im Vorfeld um Verständnis, dass während des Rhein-Ruhr-Marathons aus Sicherheitsgründen der Laufweg frei bleiben muss.


Städtische Bäder starten in die Freibadsaison
DuisburgSport eröffnet am Samstag, 4. Mai, die Freibadsaison und startet im städtischen Freibad Homberg und im Allwetterbad Walsum den Badespaß unter freiem Himmel. In den vergangenen Wochen haben die Bemühungen der Personalakquise von DuisburgSport unter dem Hashtag #RettetDieFreibadsaison, Spannung unter den Freibadfans erzeugt.


Kurz vor dem Start in die Saison kann nun bestätigt werden, dass die Freibäder in Duisburg dank einer ausreichenden Anzahl qualifizierter Bewerbungen für die Posten der Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer, wie natürlich auch aller notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen auf den Badebetrieb am 4. Mai, planmäßig geöffnet werden können.


Die Entscheidung über die Eröffnung der Bäder hängt nun ausschließlich von den Wetterbedingungen ab. Sollten die Temperaturen für ein Badevergnügen geeignet sein, steht dem Beginn der Freibadsaison nichts im Wege. Ab 18 Uhr gilt in beiden Freibädern der ermäßigte Abendtarif, im Allwetterbad Walsum allerdings nur bei geöffnetem Dach. Erwachsene zahlen dann lediglich 2,50 Euro Eintritt. Die Öffnungszeiten sowie Informationen über mögliche wetterbedingte Verschiebungen und die städtischen Bäder finden sich auf der Internetseite www.baederportal-duisburg.de und gibt es bei der Hotline unter 0203/283- 4444.

Kita im Herkenweg legt los - Modulbau-Kita des SVK offiziell eröffnet  
Kinderlachen in Rheinhausen: Im linksrheinischen Stadtteil haben die Stadt Duisburg, das Sondervermögen Kinder- und Jugendbereich Duisburg (SVK) und die GEBAG heute gemeinsam die neu gebaute Kita im Herkenweg eröffnet. Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft hatte in den vergangenen Monaten den Neubau der Kita im Auftrag des SVK errichtet.  


„Die Schaffung neuer Kitaplätze steht ganz oben auf unserer Agenda. Um vorhandene Betreuungslücken zu schließen, haben wir neue Strukturen geschaffen. Mit der GEBAG und dem neu gegründeten SVK sollen Kitabauprojekte zügiger umgesetzt werden“, so Oberbürgermeister Sören Link. Die viergruppige Kindertagesstätte wurde in Modulbauweise errichtet, sodass die Gesamt-Bauzeit neun Monate betrug.


Für Stadtdirektor Martin Murrack, Betriebsleiter des SVK, ist die Fertigstellung der Kita in Rheinhausen ein positives Signal für die Zukunft: „Diese Kita ist die erste, die komplett über das SVK abgewickelt wurde. Entstanden ist eine zeitgemäße Betreuungseinrichtung, die sich sehen lassen kann. Und genauso soll es weiter gehen, Pläne für weitere Kitas laufen bereits.“  


Bei der neuen Kita im Herkenweg handelt es sich jedoch nicht um einen „normalen Modulbau“, wie GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer bei der offiziellen Eröffnung betonte: „Wir haben einen Modulbau in Stahl-Holz-Hybridbauweise im KFW 40-Standard realisiert, ein echtes Pilotprojekt. Bei dieser Bauweise sind die Querträger und das Ständerwerk der Wände aus Holz und nicht aus Stahl oder Metall. Die Haupt-Tragkonstruktion besteht aus Stahl.


Im Vergleich zur konventionellen Bauweise ergibt sich eine Ersparnis von 76,6 t CO², was die Kita in Sachen Nachhaltigkeit absolut vorbildlich macht.“ Zur nachhaltigen Bauweise tragen weiterhin eine Photovoltaik-Anlage sowie begrünte Dachflächen bei. „Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind für uns als kommunales Wohnungsunternehmen stets wichtige Faktoren bei der Planung unserer Neubauprojekte. Dazu gehört eben auch ein nachhaltiger, materialeffizienter Umgang mit Baumaterialien.“


Die Beheizung der Kindertagesstätte erfolgt über eine umweltfreundliche Luft-Wärmepumpe. „Die Bauphase haben die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zusammen prima gemeistert“, so Jugendamtsleiter Hinrich Köpcke. „Nach Fertigstellung dieser modernen Kita freue ich mich, dass sich alle gut eingelebt haben. Vor allem das Außengelände ist bei den Kindern sehr beliebt, hier lässt es sich prima spielen“, so Jugendamtsleiter Hinrich Köpcke.  


Die Kita ist ein Ersatz-Neubau für den Altbau, den die GEBAG Anfang 2023 abgerissen hatte. Während der Bauphase waren die vier Gruppen der städtischen Kita interimsweise in Containern an der Schwarzenberger Straße untergebracht. Das SVK hat rund 4,34 Mio. Euro in den Neubau investiert. Die Planung für den Neubau basiert auf einer Grund-Konzeption der GEBAG. Der Neubau im Herkenweg ist durch seine vorbildliche ökologische Bauweise eine Weiterentwicklung dessen.  


Die GEBAG ist im Rahmen eines Betriebsführungsvertrags mit der technischen und kaufmännischen Geschäfts- und Betriebsführung des Sondervermögens Kinder- und Jugendbereich Duisburg beauftragt und kümmert sich um die Errichtung, Sanierung und Bewirtschaftung aller städtischen Kitas.  

Eröffneten am 29. April feierlich die Kita in Rheinhausen (v.l.): GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer, SVK-Betriebsleiter Martin Murrack, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und Jugendamtsleiter Hinrich Köpcke. (Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg)


DVG zieht positive Bilanz nach einem Jahr Deutschlandticket  
Am 1. Mai 2023 wurde das Deutschlandticket eingeführt. Seitdem können auch Duisburgerinnen und Duisburger Busse und Bahnen des ÖPNV in ganz Deutschland nutzen, ohne auf Tarifzonen zu achten. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) nimmt den bevorstehenden Jahrestag der Ticketeinführung zum Anlass, um eine Bilanz zu ziehen.  


„Das Deutschland-Ticket ist ein gutes Angebot, um den Einstieg in die Nutzung des ÖPNV zu vereinfachen. Die Verkaufszahlen zeigen, dass das Produkt von den Kundinnen und Kunden gut angenommen wird. Parallel muss aber von Seiten der öffentlichen Hand, hier insbesondere von Bund und Land, die Finanzierung des Deutschlandtickets sowie generell der Ausbau des Verkehrsangebotes abgesichert werden“, fasst Nils Conrad, Leiter Einnahmen- und Kundenmanagement bei der DVG, die guten Erfahrungen mit dem Deutschlandticket in Duisburg zusammen.  


20.000 zusätzliche Abos durch Deutschlandticket Vor der Einführung des Deutschlandticket hatte die DVG ca. 40.000 Kundinnen und Kunden mit Abonnement. Bei den nun 20.000 dazugewonnen Abo-Kundinnen und -Kunden sind viele dabei, die vorher Gelegenheits-Tarife wie Einzeltickets oder Monatskarten genutzt haben. Die DVG geht von 8 Prozent echter Neukunden aus, die den ÖPNV jetzt regelmäßig nutzen.  


Aufstellung der Freiplastik von Erich Reusch an der Musik- und Kunstschule feierlich eingeweiht
Die mobile zweiteilige Freiplastik aus Stahl und Kunststoff, ein bedeutendes Werk des Künstlers Erich Reusch, hat einen neuen Standort an der Duisburger Musik- und Kunstschule in Duissern gefunden. Im Beisein von Simone Reusch, Tochter des verstorbenen Künstlers, wurde die Freiplastik am Montag, 29. April, feierlich eingeweiht. „Es ist wunderbar zu sehen, wie die Freiplastik an ihrem neuen Standort erstrahlt.


Dank der hervorragenden Arbeit des Restaurierungsateliers können wir dieses Kunstwerk nun wieder der Öffentlichkeit präsentieren“, so Kulturdezernentin Linda Wagner bei der Einweihung. Das Werk von Erich Reusch schafft an markanter Stelle einen neuen ästhetischen Blickfang und bereichert den Schulhof der Musik- und Kunstschule. Früher stand die Freiplastik auf dem Parkplatz des ehemaligen Aus- und Fortbildungszentrum der Stadt Duisburg an der Lüderitzallee in Duisburg-Buchholz. Nach der Aufgabe des Standortes musste ein neuer Standort gefunden werden.


„Ich freue mich sehr, dass die Freiplastik von Erich Reusch einen so schönen Standort an der Duisburger Musik- und Kunstschule bekommen hat“, so Bildungsdezernentin Astrid Neese. Leider durfte der Künstler die Neuaufstellung nicht mehr erleben. Durch seine Werke kann der Künstler weiterleben und noch weitere Generationen inspirieren. Der Künstler Erich Reusch wurde am 25. Juni 1925 geboren und arbeitete als Architekt und Bildhauer bis zu seinem Tod am 29. Dezember 2019.

Kulturdezernentin Linda Wagner und Bildungsdezernentin Astrid Neese weihen im Beisein von Simone Reusch, Tochter von Erich Reusch, die Freiplastik am neuen Standort ein. Foto Ilja Höpping / Stadt Duisburg



Bahnhofsmission Duisburg erhält Zuwendung in Höhe von 1.000 Euro
Die Sparda-Bank West unterstützt die Bahnhofsmission Duisburg mit einer Zuwendung in Höhe von 1.000 Euro. Vivien Ostermann, Auszubildende bei der Sparda-Bank West, überreichte einen symbolischen Scheck an Frank Heller und Bodo Gräßer von der Leitung der Bahnhofsmission. Die Förderung stammt aus den Reinerträgen des Gewinnsparvereins bei der Sparda-Bank West und wird für die Arbeit der Einrichtung eingesetzt. Mit der Zuwendung bedankt sich Vivien Ostermann für eine Woche voll intensiver Eindrücke und Erfahrungen.


Die angehende Bankkauffrau hospitierte im Rahmen des Azubi-Projektes MitWirkung der Sparda-Bank West in der Duisburger Einrichtung. Sie kümmerte sich um bedürftige Menschen, half bei der Essensausgabe und verteilte Schlafsäcke. „In der Bahnhofsmission habe ich eine Tätigkeit kennenlernen können, die von meinem Alltag ziemlich weit entfernt ist und ein Feingefühl für Menschen bekommen, denen es nicht gut geht. Die Hospitation hat mich persönlich sehr berührt“, sagt die Auszubildende. Auch von der Arbeit des Teams ist Vivien Ostermann beeindruckt „Alle setzen sich mit großem Engagement für ihre Klienten ein. Auch mich haben sie herzlich begrüßt, so habe ich mich willkommen gefühlt und konnte gut mitarbeiten.“


Über MitWirkung
Bereits seit drei Jahren realisiert die Sparda-Bank West ihr Azubi-Projekt für Auszubildende im zweiten Ausbildungsjahr zusammen mit dem Centrum für bürgerschaftliches Engagement e.V. in Mülheim an der Ruhr. Der Verein vermittelt den Auszubildenden Hospitationen in sozialen Einrichtungen und bereitet zusammen mit ihnen in Workshops ihren Einsatz vor und auch nach.

Yvonne Kimmina, zuständig für die Betreuung der Auszubildenden bei der Sparda-Bank West, ist von dem Mehrwert des Projekts für die angehenden Banker überzeugt: „Den Auszubildenden wird mit ihrem Einsatz für benachteiligte Menschen Gelegenheit gegeben, ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern und einmal über den Tellerrand zu blicken. Das sind wertvolle Erfahrungen fürs Leben und fördern einen guten und verständnisvollen Umgang miteinander.“

 Vivien Ostermann (2. v. r.), Auszubildende bei der Sparda-Bank West, überreicht einen symbolischen Scheck an Frank Heller (links) und Bodo Gräßer (rechts) von der Bahnhofsmission Duisburg
Foto Sparda-Bank West

Rotarier Duisburg besuchen den Landtag  
Eine Abordnung des Rotary Club Duisburg besuchte letzte Woche auf Einladung des Landtagsabgeordneten Frank Börner den Düsseldorfer Landtag. Die Gäste konnten die Plenardebatte live auf der Besuchertribüne verfolgen und in der anschließenden Diskussionsrunde mit Börner auch ins persönliche Gespräch kommen. Die internationalen Krisenherde im Nahen Osten und in der Ukraine bewegten die Duisburgerinnen und Duisburgern. Genauso aber wichtige lokale Themen wie die kommunalen Stadtfinanzen bzw. eine Altschuldenlösung sowie der Ausbau der A59, der natürlich in Tunnellage favorisiert wird.  


Der Rotary Club Duisburg wurde 1953 gegründet und verfolgt, ganz im Sinne des weltweit agierenden Netzwerkes, die gemeinsame Vision, denen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können. Ob im Kleinen in der Gemeinde vor Ort oder auf internationaler Bühne. „Das ist ganz praktisches bürgerschaftliches Engagement und ein wichtiger gesamtgesellschaftlicher sozialer Beitrag, den wir gerade in diesen rauhen Zeiten besonders zu schätzen wissen. Danke dafür und danke, dass ihr da wart.“, so Börner abschließend.

Foto (Büro Börner)


Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai: Aktion Mensch veröffentlicht Online-Spezial zu anstehender Europawahl
Die Sozialorganisation betont: Eine Stimme für Inklusion ist auch eine Stimme gegen die Einschränkung des Menschenrechts auf Gleichberechtigung. In rund einem Monat wählen die Bürger*innen Deutschlands ihre Vertretung für das künftige Europäische Parlament. Auch in Bezug auf das Thema Inklusion und damit die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung werden die Europawahlen am 9. Juni richtungsweisend sein.


Was die zur Wahl stehenden deutschen Parteien konkret unternehmen wollen, um Inklusion auf europäischer Ebene weiter voranzutreiben, zeigt ein zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung veröffentlichtes Online-Spezial der Sozialorganisation Aktion Mensch. Unter www.aktion-mensch.de/europawahl2024 können sich interessierte Wähler*innen ab sofort darüber informieren, wie sich die derzeit bereits im Europaparlament vertretenen Parteien zu Inklusion positionieren und welchen Stellenwert sie teilhabepolitischen Themen mit Blick auf die kommenden fünf Jahre zuschreiben.  


Europawahl stellt Weichen für gesellschaftliche Vielfalt und Zusammenhalt
Aus Sicht der Aktion Mensch stellt jede Wahl – von der kommunalen bis hin zur europäischen Ebene – eine wichtige Weiche dafür, wie Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft gedacht und gelebt wird. Denn ein wirklich inklusives und vielfältiges Miteinander wird nur dann zur Realität, wenn es auch politisch gewollt und gestützt wird.


„Mit dem Online-Spezial möchten wir Transparenz schaffen und aufzeigen, welche Parteien sich für Teilhabe und Barrierefreiheit einsetzen“, kommentiert Christina Marx, Sprecherin der Sozialorganisation. „Jede Stimme für Inklusion und Selbstbestimmung ist gleichzeitig auch eine Stimme gegen Entwicklungen, die die Rechte von Menschen mit Behinderung in Frage stellen oder einschränken.” 


Zu wenig Fortschritte bei Inklusion und Barrierefreiheit in Deutschland  Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai steht in diesem Jahr im Zeichen der UN-Behindertenrechtskonvention: Bundesweit machen öffentlichkeitswirksame Aktionen und Demonstrationen auf die Kluft zwischen der Intention und der derzeit noch immer mangelnden Umsetzung des Menschenrechts auf Inklusion aufmerksam.


Erst vergangenen August wurde diese hierzulande zum zweiten Mal vom UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderung geprüft – mit dem Ergebnis: In vielen zentralen Bereichen des täglichen Lebens besteht akuter Handlungsbedarf. Im internationalen Vergleich sticht Deutschland zudem negativ durch seine Sonderstrukturen wie Förderschulen, große Wohneinrichtungen oder Werkstätten heraus. Diese stehen Selbstbestimmung und gleichberechtigter Teilhabe entgegen.  Weitere Informationen unter www.aktion-mensch.de/was-du-tun-kannst/protesttag-5-mai.

Diskussion um Mitnahmeverbot von E-Scootern in Bussen und Bahnen.
Unabhängige technische Prüfung mit umfangreichen Batterietests gewährleisten hohes Sicherheits- und Brandschutzniveau. TÜV-Verband warnt vor E-Scootern ohne Betriebserlaubnis.   
Die in Deutschland zugelassenen E-Scooter verfügen über ein hohes Sicherheits- und Brandschutzniveau, das mit dem von Pedelecs bzw. E-Bikes vergleichbar ist. Zu dieser Einschätzung kommt eine Expertengruppe der im TÜV-Verband organisierten TÜV-Unternehmen.

„Serienmäßig produzierte E-Scooter-Modelle müssen eine unabhängige Prüfung durchlaufen, bevor sie vom Kraftfahrt-Bundesamt eine Straßenzulassung erhalten“, sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband. „Im Rahmen dieser technischen Prüfung werden umfangreiche Tests der Batteriesicherheit vorgenommen. Daher gehen wir davon aus, dass ein hohes Brandschutzniveau bei E-Scootern gewährleistet ist.“

Foto Pixabay

•  Die Prüfungen erfolgen auf der Grundlage umfassender gesetzlicher und normativer Anforderungen. Anlass für die Einschätzung des TÜV-Verbands ist eine Empfehlung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der den Betriebsverantwortlichen der Verkehrsbetriebe nahelegt, die Mitnahme von E-Scootern in Bussen und Bahnen aus Brandschutzgründen zu verbieten. Dieser Empfehlung sind inzwischen zahlreiche Verkehrsunternehmen gefolgt, darunter in München, Bonn oder Dortmund. Die Mitnahme von Pedelecs bleibt erlaubt.


„Die Entscheidung über die Mitnahme von E-Scootern im ÖPNV obliegt den Betriebsverantwortlichen, die bei ihren Sicherheitsabwägungen verschiedenste Aspekte in Betracht ziehen müssen“, sagt Goebelt. „Dennoch sehen wir ein Mitnahmeverbot kritisch, da E-Scooter über ein vergleichbares Sicherheitsniveau wie Pedelecs verfügen und mit der unabhängigen Drittprüfung als Voraussetzung für die Allgemeine Betriebserlaubnis eine zusätzliche Sicherheitsebene eingezogen ist.“  

•  E-Scooter haben sich in den vergangenen Jahren als Bestandteil des „intermodalen Verkehrs“ etabliert, bei dem verschiedene Verkehrsmittel auf dem Weg zum Ziel kombiniert werden. „Der überwiegende Teil der in Deutschland gefahrenen E-Scooter wird privat angeschafft und genutzt, um Strecken auf der ‚letzten Meile‘ zurückzulegen. Das sind Wege hin zu oder weg von Bahnhöfen oder Bushaltestellen“, sagt Goebelt. Ein Mitnahmeverbot in Bussen und Bahnen sei daher ein starker Einschnitt, der sorgfältig abgewogen werden müsse. Mehr unter Produkte udn Technik...



Logistiker DP World mietet 3.700 m² im Innenhafen
Das Logistikunternehmen DP World, ansässig anb der Kasteelstraße in Duisburg-Ruhrort, bündelt seine Duisburger Standorte auf etwa 3.700 m² in dem von Advenis betreuten Bürogebäude an der Schifferstraße 80 im Innenhafen.

Patientenveranstaltung: Junge Menschen mit Krebs – Risiko kennen und vorbeugen!
Patientenveranstaltung des Zentrums für Hereditäre Tumore am BETHESDA Krankenhaus am 8. Mai 2024.
Immer häufiger erkranken junge Menschen an Krebs. Die schlimme Diagnose trifft Menschen in einer Lebensphase, in der sie mitten im Leben stehen und oft eine junge Familie haben oder planen. Die Erkrankung passt gar nicht in das Lebenskonzept… Der Fall der britischen Prinzessin Kate hat das gerade wieder einer größeren Öffentlichkeit vor Augen geführt. Dabei gilt eine Krebspatientin oder ein Krebspatient laut Definition dann als „jung“, wenn die Erkrankung vor dem 50. Lebensjahr auftritt. Manchmal liegt eine familiäre Häufung von Krebserkrankungen in der Familie vor, oft aber auch nicht. Warum die Zahl der jungen Erkrankten so rasch zunimmt, ist ungeklärt, aber sicher ist, dass Lebensstilfaktoren gemeinsam mit einer Veranlagung in den Genen für die Diagnose verantwortlich sind.     

Gerade für Menschen, die das Gefühl haben, dass in ihrer Familie in der Vergangenheit „zu viele“ Krebserkrankungen aufgetreten sind und die deshalb ein familiär erhöhtes Risiko befürchten, ist das Zentrum für Hereditäre (=erbliche) Tumore am BETHESDA Krankenhaus Duisburg eine kompetente Anlaufstelle. Eine fachgenetische Beratung und (gegebenenfalls) ein anschließender Test können hier eine Klärung herbeiführen. Aber auch bei jüngeren Menschen, die bereits an Krebs erkrankt sind, kann ein derartiger genetischer Test wichtige Erkenntnisse liefern, die zu einer entscheidenden individuellen Anpassung der Vorsorge und Früherkennung sowie der Therapie führen.


Die Präventionsmöglichkeiten, auch für die Familienangehörigen, werden unterschätzt. Wie ein erhöhtes Krebserkrankungsrisiko eingeschätzt und ggf. untersucht werden kann und welche individuellen Maßnahmen daraus abgeleitet werden können, darüber berichtet Frau Professor Dr. med. Gabriela Möslein, Leiterin des Zentrums für Hereditäre Tumore am BETHESDA Krankenhaus und Fachärztin für spezielle Chirurgie und Viszeralchirurgie, im Rahmen einer interaktiven Patientenveranstaltung:  

„Junge Menschen mit Krebs – Das eigene Risiko kennen und vorbeugen!“
Mittwoch, 08. Mai 2024 / 17:00-19:00 Uhr im Eventraum im BETHSDA Krankenhaus, Heerstr. 219, 47053 Duisburg  


Die Einladung richtet sich an alle, die an Informationen über die Vermeidung von Krebserkrankungen interessiert sind, aber auch an bereits an Krebs erkrankte Patientinnen und Patienten. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Nach einem laienverständlichen Vortrag ist Zeit für eine interaktive und hoffentlich lebhafte Diskussion eingeplant.  

„Hör mal ein Buch“ in der Zentralbibliothek
Seniorinnen und Senioren sind am Dienstag, 30. April, um 9.30 und 11 Uhr in die Kinder- und Jugendbibliothek ins Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Duisburger Altstadt zu der besonderen Veranstaltung „Hör mal ein Buch“ eingeladen. Musikerinnen und Musiker der Duisburger Philharmoniker präsentieren Lieblingsbücher ihrer Kindheit in Worten und Musik für Kindergruppen aus Kindertageseinrichtungen und Seniorinnen und Senioren.

Imke Alers bringt ihre Oboe und das Buch „Frederick“ mit. Alle älteren Menschen, die gemeinsam zuhören, Neues kennenlernen oder Bekanntes wiederentdecken möchten, sind eingeladen. Die Veranstaltung ist barrierefrei. Der Eintritt kostet 5 Euro zugunsten der Duisburger Bibliotheksstiftung. Anmeldungen sind ab sofort telefonisch unter 0203 283 3769 oder online auf www.stadtbibliothek-duisburg.de unter Veranstaltungen möglich.


Plätze frei bei Hexenführung durch Duisburg zur Walpurgisnacht
Die Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai steht seit Jahrhunderten für Mystik und Magie. Wie in der Legende ist auch in Duisburg eine Hexe unterwegs. Gästeführerin Manuela Sass schlüpft am 30.4. in die Rolle der Hexe Agnes Muisfeltz, die im 16. Jahrhundert in der Stadt gelebt haben soll. Sie führt ihre Gäste auf den Spuren vergangener Tage durch Duisburg und erzählt, wie die Menschen vor rund 500 Jahren gelebt haben.


Das Leben der Hexe Muisfeltz wird dabei spannend erzählt und auch erklärt, warum sie der Hexerei beschuldigt wurde. Wie die Geschichte ausgeht, erfahren die Gäste am Ende der Hexenführung am Duisburger Rathaus. Die offene Führung findet am 30. April um 17 Uhr statt, die Teilnahme kostet für Erwachsene 14 Euro und für Kinder 7 Euro. Wer dabei sein will, muss mindestens zehn Jahre alt sein. Tickets gibt es online unter www.duisburg-tourismus.de und in der Tourist Information auf der Königstraße.

Gästeführerin Manuela Sass in der Rolle der Agnes Muisfeltz - Foto  Duisburg Kontor GmbH // Myriam Kasten


KONZERT "Cantando" und "Die PFaD" sorgen für Begeisterung in Neumühl
Sie hatten sich zwei Jahre auf dieses Ereignis intensiv vorbereitet. Nun war es endlich wieder soweit. Die Chöre "Cantando" aus Moers-Kapellen und "Die PFaD" aus Duisburg-Neumühl luden zum gemeinsamen Benefizkonzert in die Herz-Jesu-Kirche. Im sogenannten Schmidthorster Dom präsentierten die beiden Gruppen ein buntes Programm von geistlich bis weltlich. Sie sangen Stücke der Poplegende Michael Jackson oder der britischen Band Coldplay.


Das Stück "Missa for you(th)" von Tjark Baumann erklang in der Kirche. Auch internationale Klassiker wie "You’re the voice" von John Farnham oder „We are the world“ von "USA for Africa" gehörten zum Programm. Balsam für die Seele Unterstützt wurden die Chöre vom gemeinsamen Kinderchor und einer Band. Der Kinderchor sang unter anderem "Frieden für die Kinder" und "Wozu sind Kriege da?" und bekamen tosenden Applaus. Viele Konzertbesucher waren berührt von den tollen Stimmen und dem schönen Konzert.


"Es war Balsam für die Seele", erzählte eine Konzertbesucherin. Pater Tobias Breer begrüßte nach dem ersten Lied die mehr als 300 Gäste im vollbesetzten Schmidthorster Dom sowie die Sängerinnen und Sänger beider Chöre. Nach dem Benefizkonzert bat der Geistliche um eine Kollekte. KjG Herz-Jesu im Einsatz Der gesamte Erlös von 1581,25 Euro ist für die Finanzierung des Herbstlagers der KjG Herz-Jesu bestimmt. Die Mitglieder des Verbandes waren auch an der Gestaltung des Programms beteiligt. So servierten Jugendliche und Erwachsene der KjG Herz-Jesu vor der Kirche frische Waffeln und Getränke.

Foto: Gemeinde Herz-Jesu 


Wedauer Frauenfrühstück mit Diskussionen... „Die Rolle der Frau im Wandel der Zeit“
Bei einem leckeren Frühstück zu Themen diskutieren, die alle angehen. Das ist das Rezept der Treffen im Duisburger Süden. Es funktioniert gut, weiß das Team um Elke Jäger, der ehemaligen Leiterin des evangelischen Jugendzentrums Arlberger, durch die Erfahrungen früherer Treffen, Das nächste ökumenische Frauenfrühstück gibt es am 4. Mai 2024 um 10 Uhr im Wedauer Gemeindehaus, Am See 6, wo sich alles um das Thema „Die Rolle der Frau im Wandel der Zeit“ dreht.


Karten zu zehn Euro gibt es bei Elke Jäger (Tel.: 0203 / 70 77 71) und Uta Fischer (Tel.: 0203 / 70 78 96). Die beiden und das gesamte ökumenische Vorbereitungsteam laden Frauen aus dem Duisburger Süden herzlich ein und freuen sich über eine rege Teilnahme. 


Tango und Klezmer in der Hamborner Friedenskirche 
Klarinettistin Gloria Gängel (Essen) und Akkordeonist Simon Herwig (Köln) werden am Sonntag, 5. Mai 2024, ab 18 Uhr die Friedenskirche Hamborn, Duisburger Straße 174, mit Tango- und Klezmer-Musik füllen.
Im Vorfeld verspricht das Duo, das sich „ParTwo“ nennt, auch diesem Konzert viel Raum für Improvisation und spontane Interaktion zu geben, so dass die mitreißenden und schwungvollen ebenso wie die nachdenklichen und melancholischen Stücke immer neu und taufrisch klingen. Der Eintritt ist frei, Spenden am Ausgang sind willkommen. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.friedenskirche-hamborn.de.  

Klarinettistin Gloria Gängel und Akkordeonist Simon Herwig (Foto: Duo "ParTwo").


Durchblicke-Team lädt in die Obermeidericher Kirche ein

Das Team um Hans-Bernd Preuß hat ein neues Thema für den nächsten „Durchblicke-Gottesdienst“ vorbereitet und lädt zur Feier herzlich in die evangelische Kirche Duisburg Obermeiderich, Emilstraße 27, ein. Dort geht es am Sonntag, 5. Mai 2024 um 18 Uhr mit viel Musik um das Thema „Gerechter Zorn“. Im Gottesdienst wird mit Hilfe von Texten, Liedern, Gebeten und Impulsen darüber nachgedacht, ob Zorn manchmal berechtigt sein kann und darf und was der Glaube dazu sagt.


Übrigens: Nach dem Gottesdienst ist wie immer die Gelegenheit, bei Abendessen und Getränken weiter eine gute Zeit miteinander zu  erleben. Auch dazu lädt das Durchblicke-Team herzlich ein. Weitere Infos zum Gottesdienstformat gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de/durchblicke. I

Mitglieder der Durchblicke-Band beim Gottesdienst September 2023 (Foto: Michael Rogalla, www.obermeiderich.de). 



NRW-Inflationsrate liegt im April 2024 bei 2,3 Prozent
Der Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen ist von April 2023 bis April 2024 um 2,3 Prozent gestiegen (Basisjahr 2020 = 100). Der Preisindex stieg gegenüber dem Vormonat (März 2024) um 0,4 Prozent. Der Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen April 2023 und April 2024 um 2,9 Prozent gestiegen.


NRW-Verbraucherpreise um 2,3 Prozent höher als im April 2023
Zwischen April 2023 und April 2024 stiegen die Preise für Fernwärme um 35,1 Prozent, auch vor dem Hintergrund der Rückkehr der Mehrwertsteuer von 7 Prozent auf 19 Prozent. Im Nahrungsmittelbereich zogen beispielsweise die Preise für Frucht- und Gemüsesäfte wie Orangensaft u. ä. (+22,1 Prozent), Multivitaminsaft (+15,8 Prozent) oder Apfelsaft (+14,4 Prozent) sowie für Kekse (+21,8 Prozent) überdurchschnittlich an.


Während die Preise für tiefgefrorenes Gemüse im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen (+12,2 Prozent), sanken die Preise für frisches Gemüse wie z. B. Gurken (−28,9 Prozent), Tomaten (−28,6 Prozent), Möhren (−16,4 Prozent) und Paprika (−12,0 Prozent). Auch Molkereiprodukte wie z.. B. Vollmilch (−11,5 Prozent) und Quark (−9,3 Prozent) wurden günstiger angeboten. Die Preise für Gas gingen im Vergleich zu April 2023 trotz der steigenden Mehrwertsteuer um 4,8 Prozent zurück.

NRW-Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen
Im Vergleich zu März 2024 stiegen im April 2024 insbesondere die Preise für Paprika (+22,4 Prozent), Kopf- oder Eisbergsalat (+12,8 Prozent) und Tomaten (+6,1 Prozent). Fernwärme verteuerte sich um 8,6 Prozent, wohingegen die Gaspreise sanken (−2,5 Prozent). Ebenfalls günstiger angeboten als im März 2024 wurden u. a. Gurken (−14,0 Prozent), Weintrauben (−9,4 Prozent) und Salzgebäck (−4,3 Prozent). (IT.NRW)

NRW: 3,3 Millionen Menschen waren 2023 armutsgefährdet
Rund 3,3 Millionen Personen in Nordrhein-Westfalen sind im Jahr 2023 von relativer Einkommensarmut betroffen gewesen. Das entspricht das einer Armutsgefährdungsquote von 18,3 Prozent. Im Jahr 2022 lag dieser Wert bei 18,7 Prozent. Als armutsgefährdet gelten Menschen, die weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Haushaltseinkommens (sogenanntes Nettoäquivalenz-einkommen) zur Verfügung haben. Im Jahr 2023 galt somit ein Einpersonenhaushalt in Nordrhein-Westfalen mit weniger als 1 233 Euro netto pro Monat als von Armut bedroht.

Fast jede fünfte Person in NRW von Armut bedroht
Von relativer Einkommensarmut waren 2023 rund 3,3 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen betroffen. Das entspricht einer Armutsgefährdungsquote von 18,3 Prozent. Dabei lag die Armutsgefährdungsschwelle für einen Einpersonenhaushalt bei 1 233 Euro (Informationen zur Armutsgefährdungsschwelle siehe Abschnitt „Datengrundlage und Methode“). In den Jahren von 2013 bis 2019 stieg die Armutsgefährdungsquote von 16,0 Prozent auf 17,0 Prozent nahezu kontinuierlich an. Die Armutsgefährdungsschwelle erhöhte sich in diesem Zeitraum von 873 Euro auf 1 042 Euro.



Armutsrisiko in NRW war regional unterschiedlich verteilt
Die höchste Armutsgefährdungsquote in Nordrhein-Westfalen wurde mit 22,1 Prozent für die Raumordnungsregion Dortmund berechnet. Die niedrigste Armutsgefährdungsquote gab es mit 12,5 Prozent in der Raumordnungsregion Siegen. Etwas mehr als die Hälfte aller armutsgefährdeten Personen insgesamt lebten in Haushalten ohne minderjährige Kinder (1,8 Millionen). Alleinlebende waren mit einem Anteil von 29,0 Prozent am häufigsten von Armut bedroht.


Personen, die mit einer weiteren Person im Haushalt lebten, waren hingegen nur in 9,4 Prozent der Fälle armutsgefährdet. Alleinerziehende waren am stärksten von Armut bedroht Unter den Haushalten mit minderjährigen Kindern wiesen Alleinerziehende mit 45,7 Prozent die höchste Armutsgefährdungsquote im Land auf. Bei Haushalten mit zwei erwachsenen Personen hing das Armutsrisiko von der Zahl der im Haushalt lebenden Kinder ab: Je mehr minderjährige Kinder im Haushalt lebten, desto eher war der Haushalt von Armut bedroht.


So lag die Armutsgefährdungsquote bei Haushalten mit einem Kind bei 9,1 Prozent, während sie bei Haushalten mit drei oder mehr Kindern mit 35,3 Prozent etwa vier Mal so hoch war. In Haushalten mit Kind(ern) lebten 1,5 Millionen von relativer Einkommensarmut betroffene Personen. Erwerbsbeteiligung und Qualifikation beeinflussen Häufigkeit von Einkommensarmut.


Weitere Faktoren für die Häufigkeit von relativer Einkommensarmut sind die Erwerbsbeteiligung und die Qualifikation: Etwas mehr als jede zweite erwerbslose Person war armutsgefährdet (50,6 Prozent), jedoch nur etwas weniger als jede zehnte erwerbstätige Person (8,9 Prozent). Hat die Person mit dem höchsten Einkommen im Haushalt maximal einen Abschluss der Sekundarstufe I (z. B. Haupt- oder Realschulabschluss), so lag das Armutsrisiko bei 40,4  Prozent, gegenüber 7,7 Prozent bei einem hohen Bildungsabschluss (z. B. Studium).



Abstand zwischen Gering- und Besserverdienenden wird kleiner
• Bruttostundenverdienste der oberen und unteren 10 % der Lohnskala nähern sich an
• Treiber für diese Entwicklung war der vergleichsweise starke Verdienstzuwachs bei den Geringverdienenden aufgrund des gestiegenen Mindestlohns
• Besserverdienende hatten im April 2023 einen 3-mal höheren Bruttostundenlohn als Geringverdienende

Der Verdienstabstand zwischen Gering- und Besserverdienenden in Deutschland hat sich zwischen April 2022 und April 2023 im Zuge der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns verringert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatten Besserverdienende im April 2023 das 2,98-Fache des Bruttostundenverdienstes von Geringverdienenden erhalten, im April 2022 war es noch das 3,28-Fache.


Dabei zählte eine Person im April 2023 bis zu einem Stundenverdienst von 12,25 Euro zu den Geringverdienenden (untere 10 % der Lohnskala) und ab einem Verdienst von 36,48 Euro zu den Besserverdienenden (obere 10 %). Zuvor hatte sich der Verdienstabstand zwischen April 2018 und April 2022 kaum verändert. So hatten Besserverdienende im April 2018 im Vergleich zu Geringverdienenden pro Stunde den 3,27-fachen Verdienst erzielt.



NRW-Wirtschaft exportierte in den ersten zwei Monaten des Jahres Waren im Wert von 36,6 Millionen Euro in den Iran
Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im Januar und Februar 2024 Waren im Wert von 36,6 Millionen Euro in den Iran. Anhand vorläufiger Ergebnisse stiegen die Exporte in den Iran im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 50 Prozent (damals: 24,5 Millionen Euro). Im gleichen Zeitraum importierte die NRW-Wirtschaft Waren im Wert von 1,9 Millionen Euro aus dem Iran (+22,4 Prozent; damals: 1,5 Millionen Euro).


Hauptexportgüter waren Maschinen, Apparate und mechanische Geräte Maschinen, Apparate und mechanische Geräte hatten mit 67,2 Prozent (24,6 Millionen) den höchsten Anteil am Warenwert der Exporte in den Iran. Bei den Importen hatten Eisen und Stahl mit 13,9 Prozent (263 Tsd. Euro) den höchsten Anteil am Warenwert, gefolgt von verschiedenen Lebensmittelzubereitungen, deren Anteil bei 11,3 Prozent (214 Tsd. Euro) lag.

Exporte in den Iran waren 2023 um 70 Prozent niedriger als im Jahr 2018 vor den Sanktionen Die Exporte in 2023 in den Iran betrugen 200,9 Millionen Euro und waren um 70 Prozent niedriger als im Jahr 2018 (669 Millionen Euro) vor den Sanktionsmaßnahmen. Auch die Importe sanken von 26,5 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 15 Millionen Euro im Jahr 2023 um 43 Prozent. Der Anteil des Irans am nordrhein-westfälischen Außenhandel betrug im Jahr 2023 insgesamt gerade einmal 0,1 Prozent beim Export und 0,005 Prozent beim Import.

Umwelt- und Klimakrisen: Trägt der Staat die Verantwortung?
Dürre, Extremwetter, Umweltverschmutzung – Wer soll für die Lösung dieser globalen Probleme Verantwortung übernehmen? Etwa ein Viertel der deutschen Teilnehmer:innen einer Umfrage der Statista Consumer Insights sagen: “die Regierung”. Damit sind die Befragten in Deutschland dahingehend sogar eher konservativ eingestellt. Deutlich stärker vertreten die Umfrageteilnehmer:innen in China (40 Prozent), Indien (32 Prozent) und Großbritannien (30 Prozent) diese Meinung. Noch eher sehen die Deutschen die Privatwirtschaft in der Pflicht. Etwa 31 Prozent der Befragten bestätigten die Aussage, dass die Unternehmen die Verantwortung tragen sollten.


Deutschland teilt sich bei der Zustimmung zu dieser These die Spitzenplätze mit Indien (32 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (31 Prozent). Um Umwelt- und Klimakrise entgegenzuwirken, bedarf es kollektiver Tatkraft. Es ist zwar ein wichtiger und richtiger Schritt sein Konsumverhalten als Individuum anzupassen und bewusster und ressourcenschonender zu leben, dennoch würden diese Bemühungen allein nicht reichen. Es liegt vor allem an den Staaten die nötigen Rechtsgrundlagen zu schaffen und energieeffizient zu wirtschaften. René Bocksch
Infografik: Umwelt- und Klimakrisen: Trägt der Staat die Verantwortung? | Statista

Hälfte der Stromimporte stammt aus Erneuerbaren Energien - STROMHANDEL
Nach zwei Jahrzehnten mit Nettoexporten ist Deutschland 2023 erstmals wieder Nettoimporteur von Strom. Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten des gemeinnützigen Thinktanks Agora Energiewende (PDF-Download) zeigt, stammt die Hälfte dieser Stromimporte aus Erneuerbaren Energien. Strom aus Wasserkraft und Windkraft hatten hierbei den größten Anteil. An zweiter Stelle steht Strom aus Kernkraft. Auch bei der Zusammensetzung der deutschen Stromexporten ins Ausland liegt Erneuerbare Energie mit einem Anteil von 57 Prozent an erster Stelle.


Braunkohle und Erdgas folgen erst mit einigem Abstand. Die Gründe dafür, dass Deutschland jetzt erstmals seit langem wieder Nettoimporteur von Strom ist, lagen laut Agora Energiewende erstens im dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Europa in den letzten Jahren. Hinzu käme die Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke im April 2023, die durch den insgesamt nur moderaten Ausbau der Erneuerbaren Energien im Inland nicht unmittelbar vollständig kompensiert wurden.


Den meisten Strom hat Deutschland 2023 aus Frankreich bezogen. Zudem hätten die Kosten der Kohleverstromung im ersten Quartal 2023 die Kosten der Gasverstromung überstiegen, so dass die Stromerzeugung aus dem deutschen Kohle-Kraftwerkspark im Vergleich zur europäischen Gasverstromung teurer geworden wäre und damit zu einem starken Rückgang der Exporte und einem Anstieg der Importe geführt hätte. Matthias Janson
Infografik: Hälfte der Stromimporte stammt aus Erneuerbaren Energien | Statista

Wenig Interesse an Habeck und Co. auf Social Media
Nach Bundeskanzler Olaf Scholz hat nun auch sein Vize Robert Habeck den Schritt auf die Social-Media-Plattform TikTok gewagt. Der neue Account soll genau wie bereits bestehende auf anderen sozialen Netzwerken Einblicke in die Arbeit des Wirtschaftsministers geben und diesmal vor allem eine jüngere Zielgruppe erreichen. Aber interessieren sich die Deutschen überhaupt für Politiker:innen in den sozialen Netzwerken?


Laut einer Umfrage von YouGov ist die Antwort auf diese Frage “Nein”. Rund 72 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie keinen Politiker:innen folgen. Nur etwa 16 Prozent haben demnach einen Politiker:innen-Profil auf Tiktok, Instagram oder anderen Plattformen abonniert. Acht Prozent der Umfrageteilnehmer:innen nutzen gar keine sozialen Netzwerke und weitere drei Prozent machten keine Angaben dazu.


Wie die Statista-Grafik zeigt, sind es vor allem jüngere Nutzer:innen, die sich für politische Accounts interessieren. Von den Personen, die mit “ja” geantwortet haben, gehörten jeweils 28 Prozent zu den Altersgruppen 18-24 Jahre und 25-34 Jahre. In den älteren Kohorten nimmt der Anteil der Follower:innen sukzessive ab. Dass nun immer mehr hochrangige Politiker auf TikTok vertreten sind, kommt nicht überraschend. Nachdem die AfD bereits seit einiger Zeit sehr aktiv auf dem Kurzvideo-Portal ist und ihre Umfragewerte sich bei jungen Menschen deutlich verbessert haben, ziehen nun auch die etablierten Parteien nach. René Bocksch
Infografik: Wenig Interesse an Habeck und Co. auf Social Media | Statista